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Standort: sonnig

Boden

Himbeeren bevorzugen einen humusreichen, gut krümeligen, tiefgründigen und gut durchlässigen Boden. Sie ertragen keine Staunässe. Das Wasser muss gut abfliessen können. Auf dem vorgesehenen Pflanzland sollten seit mindestens 4 Jahren keine Himbeeren gestanden haben.

Bodenvorbereitung

In dem ca. 1 m breiten Pflanzstreifen auf 10 m Länge leicht Kompost oder Rindenhumus mit der Erde gut durchmischen. Das Pflanzbeet zu einem 20 – 30 cm hohen Wall formen (s. Skizze).

Pflanzung

Pflanzzeit:

  • Pflanzen mit Topfballen ab Juli bis Ende November und März/April
  • Verpflanzte ab Oktober bis November und März bis April

Pflanzabstand:

  • in der Reihe 40 cm
  • von Reihe zu Reihe 180 – 200 cm, wenn möglich jedoch immer Einzelreihen pflanzen
  • Trockene Pflanzen vor dem Setzen eine Stunde ins Wasser stellen.
  • Nicht zu tief pflanzen. Oberste Wurzeln nur 3 cm mit Erde zudecken.

  • Verpflanzte Ruten auf 10 cm über dem Boden zurückschneiden. Pflanzen mit Torfballen müssen nicht zurückgeschnitten werden, wenn sie vor Ende September gepflanzt worden sind.
  • Nach dem Setzen gut mit Wasser angiessen und den Erdwall mit Rindenspänen oder Grasmulch abdecken.

Düngung

Nur spezifische Beerendünger verwenden. Jährliche Düngung jeweils nur im März-April, 100 gr Beerenobstdünger je Laufmeter im Rutenstreifen breit verteilen. Dosierung möglichst genau einhalten.

Pflege

Die in der Rutenzone jährlich zu erneuernde Bodenbedeckung mit einer Schicht von nicht mehr als 5 cm strohreichem Mist, Gras oder Kompost wird vorteilhaft in der Zeit vom Spätherbst bis spätestens Ende Juni eingebracht. Ab Juli bis Herbst kein solches Deckmaterial oder Dünger mehr geben, weil sonst die Frosthärte der Ruten vermindert wird. Mit Torfmull oder Rindenspänen kann man das ganze Jahr abgecken. Zwischen den Reihen darf keinesfalls tief gehackt werden. Wenn nötig nur ganz flach hacken. Kurz vor der Ernte dürfen die Himbeeren nicht unter Wassermangel leiden.

Schnitt

Wenn die jungen Bodentriebe 20 – 40 cm hoch sind, werden sie auf 12 – 15 gesunde und völlig unverletzte Ruten pro Laufmeter vereinzelt. Die überzähligen Triebe werden möglichst tief abgeschnitten. Zu dichter Stand fördert Krankheiten. Nach der Ernte die abgetragenen Ruten möglichst tief abschneiden und entfernen (Abfuhr). Die jungen Triebe ordnen und anbinden. Im Frühjahr auf 8 – 10 gesunde und unverletzte Ruten ausdünnen.

Achtung: Bei der Sorte Zeva Herbsternte und Autumn Bliss werden sämtliche Ruten im Winter bodeneben abgeschnitten, da diese Sorten an den einjährigen Ruten tragen.

Pflanzenschutz

Schnecken müssen regelmässig bekämpft oder entfernt werden, da in den Frassstellen die Himbeerrutenmücke eindringen kann. Die Mückenlarve öffnet den Weg für Pilzinfektionen.

Rutenkrankheit

Sobald die jungen Himbeertriebe ca. 10 cm hoch sind, sollten sie regelmässig alle 14 Tage bis zum Blühbeginn, sowie nach der Ernte mit Kupfer (z.B. Cupromaag 0,5 %) gegen die Rutenkrankheit vorbeugend behandelt werden.

Grauschimmel

Bei Blühbeginn ein erstes und nach ca. 14 Tagen ein zweites Mal SWITCH (Maag) einsetzen. Letzte Behandlung spätestens 14 Tage vor der Ernte.

Himbeerwurm

Kurz vor der Blüte ist täglich auf den Reifungsfrass des Himbeerkäfers zu achten (runde Löcher in den Blättern). Wird ein Befall festgestellt, so kann der Käfer mit Deril P (Maag) bekämpft werden. Die Weibchen legen sonst Eier in die jungen Früchte, aus denen dann die Larven, der 'Himbeerwurm' schlüpfen. Während der Blüte erst am Abend nach dem Bienenflug spritzen.